BMA-Einsätze folgen grundsätzlich einem klaren Ablauf. Damit dieser im Einsatz sicher funktioniert, müssen Informationen richtig eingeordnet, Laufkarten sicher genutzt und die einzelnen Schritte immer wieder trainiert werden.

Mit dem BMA-Trainer lassen sich genau diese Abläufe unabhängig von einer realen Brandmeldeanlage üben. Unterschiedliche Gebäude, Meldergruppen und Einsatzlagen können vorbereitet, ausgelöst und beliebig oft wiederholt werden.

So wird aus der theoretischen BMA-Ausbildung ein interaktives Training, bei dem die Teilnehmenden den Ablauf selbst durchspielen.

Vom FSD bis zur Rückstellung

Der BMA-Trainer bildet die wesentlichen Stationen und Informationen eines BMA-Einsatzes digital ab. Die Teilnehmenden arbeiten sich Schritt für Schritt durch die jeweilige Einsatzlage:

FSD → FIZ → Meldergruppe → Laufkarte → Erkundung → Rückmeldung → Rückstellung

Dabei entscheidet die Übungsleitung selbst, welcher Melder auslöst und wie sich die Lage im weiteren Verlauf entwickelt.

So können zunächst einfache Abläufe vermittelt und später komplexere Szenarien mit mehreren Meldungen oder zusätzlichen Ereignissen trainiert werden.

BMA-Trainer Grundriss

Eigene Gebäude für die Ausbildung erstellen

Im integrierten Grundriss-Editor können eigene Übungsobjekte angelegt werden.

Stockwerke, Räume und Treppen werden entsprechend des Gebäudes aufgebaut. Anschließend können unter anderem FIZ, Meldergruppen und einzelne Melder an den gewünschten Positionen platziert werden.

Damit kann beispielsweise mit einem bekannten Objekt aus dem eigenen Einsatzgebiet trainiert werden – oder mit einem komplett neu erstellten Übungsgebäude.

Mögliche Objekte sind zum Beispiel:

  • Schulen und Kindergärten
  • Pflegeeinrichtungen
  • Verwaltungsgebäude
  • Gewerbe- und Industriebetriebe
  • Feuerwehrhäuser
  • frei erstellte Übungsobjekte

So können die Teilnehmenden immer wieder mit unterschiedlichen Gebäudestrukturen und Einsatzsituationen konfrontiert werden.

BMA-Trainer Laufkarten

Feuerwehr-Laufkarten automatisch erstellen

Auf Grundlage des erstellten Grundrisses erzeugt der BMA-Trainer automatisch die benötigten Feuerwehr-Laufkarten.

Diese können anschließend angepasst werden, beispielsweise hinsichtlich Laufweg oder objektspezifischer Hinweise.

Im Training müssen die Teilnehmenden dann anhand der Informationen am FIZ die richtige Laufkarte auswählen, die dargestellten Informationen erfassen und den Weg zum ausgelösten Melder nachvollziehen.

Damit lässt sich nicht nur erklären, wie eine Laufkarte aufgebaut ist – die Teilnehmenden müssen tatsächlich mit ihr arbeiten.

Bestehende Laufkarten direkt verwenden

Ist für ein Objekt bereits eine Feuerwehr-Laufkarte vorhanden, muss das Gebäude nicht zunächst im Grundriss-Editor nachgebaut werden.

Bestehende Laufkarten können als Bild oder PDF importiert werden. Anschließend werden die entsprechenden Melder direkt auf der Laufkarte positioniert und den Meldergruppen zugeordnet.

Damit kann beispielsweise mit den Original-Laufkarten eines Objekts aus dem eigenen Einsatzgebiet trainiert werden.

Das eignet sich besonders, um Einsatzkräfte gezielt auf Gebäude vorzubereiten, die ihnen im Einsatz tatsächlich begegnen können.

Bis zu vier Geräte für unterschiedliche Rollen

Eine Übung kann je nach Ausbildungsziel auf bis zu vier Geräte verteilt werden. Dadurch müssen nicht alle Teilnehmenden gemeinsam vor einem Bildschirm arbeiten, sondern einzelne Stationen und Rollen können getrennt voneinander dargestellt werden.

Ein Gerät übernimmt die Funktion des FSD, ein weiteres bildet das FIZ ab.

Über ein zusätzliches Gerät kann der Angriffstrupp eingebunden werden. Die ausgewählte Laufkarte wird am FIZ digital übergeben und steht anschließend auf diesem Gerät für die weitere Erkundung zur Verfügung.

Über die Rolle Piepser kann ein weiteres Gerät die entsprechenden Alarmierungen empfangen.

Die einzelnen Geräte können im Lehrsaal räumlich voneinander getrennt positioniert werden. Dadurch entstehen bereits dort Wege zwischen FSD, FIZ und der weiteren Erkundung und die unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Einsatzablaufs werden deutlicher.

Die Übungsleitung steuert die Einsatzlage

Die Übungsleitung entscheidet, wie die jeweilige Übung verläuft.

Sie wählt das Objekt aus, startet die Übung und löst gezielt einzelne oder mehrere Melder aus. Während einer laufenden Übung können weitere Meldungen und Ereignisse hinzukommen.

Dadurch lässt sich der Schwierigkeitsgrad schrittweise erhöhen.

Eine Übung kann beispielsweise mit einer einzelnen Melderauslösung beginnen. Später kommen weitere Meldergruppen, Folgealarme oder zusätzliche Ereignisse hinzu.

Damit kann derselbe Ablauf so oft wiederholt werden, bis er sicher sitzt – ohne jedes Mal eine neue Übung vorbereiten zu müssen.

Unterschiedliche Szenarien trainieren

Der BMA-Trainer ermöglicht es, verschiedene Einsatzsituationen gezielt aufzubauen und miteinander zu kombinieren.

Trainiert werden können beispielsweise:

  • einzelne ausgelöste Melder
  • mehrere ausgelöste Melder oder Meldergruppen
  • Folgealarme während der laufenden Erkundung
  • unterschiedliche Gebäudebereiche und Geschosse
  • Auswahl und Interpretation verschiedener Laufkarten
  • zusätzliche Ereignisse wie die Auslösung einer Löschanlage
  • Kommunikation und Informationsweitergabe innerhalb der Mannschaft
  • Rückstellung und Abschluss des BMA-Einsatzes

Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Gebäuden und Einsatzlagen entsteht dabei nicht nur Wissen über einen festen Ablauf. Die Teilnehmenden müssen die vorhandenen Informationen immer wieder neu einordnen und auf die jeweilige Situation übertragen.

Vom Lehrsaal ins reale Gebäude

Die im Lehrsaal vorbereiteten Übungen können anschließend auch in ein reales Gebäude übertragen werden.

Ein zuvor angelegtes Objekt oder importierte Laufkarten werden weiterverwendet, während die Teilnehmenden die entsprechenden Wege tatsächlich im Gebäude zurücklegen.

Mit unseren Melderattrappen kann zusätzlich ein ausgelöster Melder vor Ort dargestellt werden. Die Attrappen werden an den entsprechenden Positionen angebracht und können durch ein Blinksignal aktiviert werden.

Damit lässt sich die Ausbildung schrittweise erweitern:

Ablauf verstehen → im Lehrsaal trainieren → im realen Gebäude anwenden.

BMA-Abläufe wiederholen, bis sie sitzen

Der große Vorteil des Lehrsaaltrainings liegt in der Wiederholbarkeit. Für eine neue Übung muss weder eine reale Brandmeldeanlage zur Verfügung stehen noch jedes Mal ein komplettes Übungsobjekt vorbereitet werden.

Eine Lage kann gestartet, ausgewertet, verändert und direkt erneut durchgeführt werden.

So können Einsatzkräfte die Bedienabläufe, den Umgang mit Laufkarten, die Informationsweitergabe und die taktischen Schritte eines BMA-Einsatzes regelmäßig trainieren.

Der BMA-Trainer schafft dafür eine Trainingsumgebung, in der nicht nur besprochen wird, wie ein BMA-Einsatz abläuft – sondern der Ablauf tatsächlich durchgespielt wird.

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